Einsatz des medizinischen Blutegels
Die Behandlung mit Blutegeln wirkt entzündungshemmend, immunisierend, antibakteriell und schmerzlindernd. Ebenfalls bringt diese Therapie gerinnungshemmende und antithrombotische Effekte. Der Speichel, den der Egel beim Biss in den menschlichen Körper abgibt, enthält unter anderem die heilenden Wirkstoffe Histamin. Dieses Gewebshormon spielt eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist an der Abwehr körperfremder Stoffe, dem Immunsystem, beteiligt.
Die Blutegel, die in unserer Arztpraxis eingesetzt werden, kommen aus kontrollierter Zucht. Blutegel können auch eingesetzt werden, um Patienten mit Knie-, Schulter- oder Hüftarthrose zu behandeln. Die Hauptwirkung besteht in einer deutlichen Schmerzlinderung ganz ohne Nebenwirkungen. Die Patienten benötigen dadurch weniger Schmerz-Medikamente. Dass Blutegel den Schmerz tatsächlich lindern können, beweisen verschiedene Studien aus Berlin und Essen.
Behandlung
Während einer Anwendung von 1 – 3 Stunden nimmt der Blutegel ca. 10 ml Blut zu sich, danach fallen sie von selbst ab. In den nächsten 24 Stunden kommt es dann beim Patienten zu einer sanften Nachblutung, wobei ca. 20 bis 30 ml Blutverlust pro Bissstelle auftritt.
Der Biss des Blutegels ist nicht schmerzhaft, sondern mit einem leichten Zwicken vergleichbar. Es ähnelt dem Pieken, Ziehen oder Jucken eines Insektenstichs vergleichen. Der Patient spürt nur den Biss, denn dann gibt der Blutegel sofort einen anästhesierenden Stoff ab, die zur Schmerzunempfindlichkeit während des Saugvorgangs führt.
Indikationen
Blutegel können bei folgenden Diagnosen eingesetzt werden:
- Krampfadern
- Thrombosen
- Arthrose
- Bluthochdruck
- Arteriosklerose
- Beingeschwüre
- Hämorrhoiden
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Rheuma
- Gicht
- Menstruations- und Wechselbeschwerden u
- Tinnitus
Gegenanzeigen für eine Blutegeltherapie
- Blutgerinnungsstörung wie z.B. Bluter
- eine starke Blutarmut (Anämie)
- Allergische Reaktionen auf Wirkstoffe des Blutegels
- Vorsicht ist geboten bei Schwangeren und stillenden Müttern und
- bei Menschen mit einer schlechten Konstitution
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